Zum Inhalt springen


Renz über Schönheit - Neues, Wissenswertes und Denkwürdiges aus der Attraktivitätsforschung


3. April 2009

Trampen und Körbchengröße

Wie Sie wissen, bringt dieser Blog nicht nur Denkwürdiges, sondern auch Merkwürdiges. In beiden Kategorien hat die Attraktivitätsforschung einiges zu bieten - heute ist mal die zweite Kategorie dran. „Bustsize and Hitchhiking” - Oberweite und Trampen - heißt der Titel dieser Arbeit, die von einem französischen Psychologie-Professor namens Nicolas Gueguen von der Universität der Süd-Bretagne veröffentlicht wurde. Es handelt sich um eine sogenannte Feldstudie, also ein Experiment unter lebensechten Bedingungen, das folgendermaßen ging: Eine 20 Jährige Studentin wurde an ein paar warmen Sommertagen an einer gut befahrenen Straße in der Bretagne postiert - Jeans, weiße Turnschuhe, weißes T-Shirt, schön eng anliegend. Ihre Aufgabe war es, den Daumen rauszuhalten und sich mitnehmen zu lassen. Von der anderen Straßenseite aus wird das Geschehen unauffällig aus einem parkenden Auto heraus beobachtet und dokumentiert: Wie viele Autos fahren vorbei, wie viele halten an? Männer oder Frauen?

Jetzt aber zur Oberweite. „Nicht viel”, nämlich Körbchengröße A war das Kriterium, nach der die junge Tramperin aus einer Gruppe von Studentinnen für das Experiment ausgewählt worden war. Was nicht ist, kann ja noch werden, nach diesem Motto wurde die Studentin nun mit einem BH ausgestattet, mit dem sie ihre Oberweite „experimentell verändern” konnte, wie es in der Studie steht - will heißen, dass sie ihren BH mit Latexeinlagen auf Körbchengröße B und C aufpolstern konnte. Nach der ersten Stunde am Straßenrand war Größe B dran, eine weitere Stunde später C, danach das ganze wieder von vorne. Und so ging das ein paar Tage lang - bis statistisch einwandfrei erwiesen war: Oberweite bringt’s. Allerdings nur, wenn man mit Männern fahren will. Auf Frauen hatten die jeweiligen Verwandlungen keinerlei Wirkung. Aber auch bei den Männern war der Oberweiten-Effekt alles andere als dramatisch. Zwischen Körbchengröße A und B war überhaupt kein Unterschied zu verzeichnen. Nur C steigerte die Hilfsbereitschaft der Autofahrer, und zwar um ungefähr ein Viertel. Was D bewirkt hätte, bleibt reine Spekulation, denn das hat der bretonische Professor nicht untersucht.

.

Gueguen, N. (2007). Bust size and hitchhiking: A field study. Perception and Motor Skills, 105, (3, part 2), 1294-1298

.

2. April 2009

Schönheit, Intelligenz und Management

Eine kleine aber feine Wirtschafts-Zeitschrift namens „Revue für postheroisches Management” bringt dieser Tage eine Nummer zum Thema „Intelligent entscheiden”. Ich war gebeten worden, darin etwas über „Schönheit als Entscheidungsprämisse” zu schreiben. Da musst du nur die Studien und Aufzeichnungen rauskramen, die du zu den vielfältigen Wirkungen von Attraktivität im Wirtschaftsleben hast, und fertig ist die Sache. So dachte ich mir das damals, als ich Herrn Groth, dem Herausgeber, zusagte.

Also munter drauf losgeschrieben: Schöne Menschen bekommen im statistischen Durchschnitt leichter einen Job und machen schneller Karriere als weniger schöne. Attraktive Berufstätige verdienen mehr (nämlich zehn Prozent, wenn man das obere Drittel auf der Schönheitsskala mit dem unteren Drittel vergleicht - der Wert gilt für Männer und Frauen gleichermaßen). Im Außendienst steigt der Umsatz der Mitarbeiter linear mit ihrem Aussehen. Groß gewachsene Manager haben deutlich größere Chancen, einmal ganz oben in der Chefetage zu landen als ihre kleiner gewachsenen Kollegen.

Wer daran schuld ist, darum ging es dann im zweiten Teil des Artikels - nämlich das sogenannte Attraktivitätsstereotyp: Menschen vermengen unbewusst das Schöne mit dem Guten. Schönen Menschen wird mehr Vertrauen entgegengebracht und auch mehr zugetraut. Wir halten sie für intelligenter, integrer und fähiger als optisch weniger anziehende Mitmenschen. Man weiß heute, dass es sich beim Attraktivitätsstereotyp um einen angeborenen Reflex handelt, der schon in den ersten Millisekunden einer Begegnung ausgelöst wird - eine Art Übersprungshandlung unseres archaischen Wahrnehmungssystems, die man vielleicht als „Kollateralschaden der Evolution” bezeichnen könnte - so schöne Worte habe ich dafür jedenfalls in meinem Artikel gefunden.

Nur - dass die Sache quasi einen biologischen Grund hat, ändert nichts daran, dass es sich um einen Skandal erster Güte handelt. Denn die Vorzugsbehandlung der Schönen hat mit deren tatsächlichen Fähigkeiten nicht das Geringste zu tun. (1)

Was also tun gegen die aussehensbedingte Diskriminierung? - Damit wollte ich meinen Artikel abschließen. Habe mich also in die wissenschaftliche Antidiskriminierungsliteratur vertieft, mit Personalentwicklern und -beratern diskutiert, und bin zu dem Schluss gekommen: Es ist dringend notwendig, dass sich diejenigen, die in Unternehmen für Personalentscheidungen zuständig sind, darüber bewusst werden, wie sehr auch in ihren Köpfen das Attraktivitätsstereotyp regiert. Dass Entscheidungen aufgrund von möglichst objektiven Kriterien getroffen werden und permanent vom kritischen Verstand überprüft werden. Dass Fotos aus Bewerbungsmappen verbannt werden etc. pp. - Und zwar nicht nur aus Gerechtigkeitsfanatismus, sondern auch im ureigenen Interesse des Unternehmens. Denn was ist es anderes als Wertvernichtung, wenn bei der Personalauswahl ein Kandidat aufgrund von Äußerlichkeiten gegenüber einem anderen bevorzugt wird, der für den Job besser geeignet wäre? Wer diskriminiert, zahlt einen Preis - diese Botschaft sollte der Leser mit nach Hause nehmen.

Als ich das mit fliegenden Fahnen runterschrieb, machte sich in meinem Kopf plötzlich ein Gedanke selbständig. Und dazu so ein Gefühl: Irgendetwas stimmt da nicht. - Was ist eigentlich, wenn Personalabteilungen und Assessment-Center meine Empfehlungen wirklich umsetzen? - Also wirklich alle Bewerber dieselben Chancen hätten, ob schön oder hässlich, Hüne oder Zwerg? - Habe ich nicht vorher im Detail belegt, dass attraktive Außendienstler mehr Umsatz machen als weniger attraktive? Kann es denn im Interesse einer Firma sein, auf diesen „schönheitsbedingten Mehrwert” zu verzichten? Wäre nicht gerade das Wertvernichtung? - Oder bei den Führungskräften: Es IST nun einmal so, und von Studien bis zum Abwinken nachgewiesen, dass die Attraktiveren (und Größeren) bei ihren Mitmenschen über einen Vertrauensvorschuss verfügen; dass man sich von ihnen eher überzeugen lässt; und dass sie mehr Ansehen genießen. Wie rational ist dann eine Empfehlung, bei der Auswahl von Führungskräften vom Äußeren abzusehen? Schließlich sind Mitarbeiter, Kunden, Konkurrenten oder Verhandlungspartner auch nur Menschen - und unterliegen damit der heimlichen Verführungsmacht der Schönheit. Was nützt es, sich bei seinen Entscheidungen auf evolutionär brandneue Errungenschaften wie Verstand oder political correctness zu stützen, wenn die Entscheidungen der anderen den Uralt-Reflexen aus der Steinzeit folgen?

Sie sehen schon, auf welche Gemeinheit das alles hinausläuft. Und auf was für interessante Diskussionen - an denen für mich persönlich am Interessantesten ist: dass sie noch nie geführt wurden … Unter Managern ist Schönheit immer noch ein Tabu.

Wer den Artikel lesen will, kann ihn hier herunterladen. (Bitte folgendermaßen zitieren: Ulrich Renz (2009): Schönheit als Entscheidungsprämisse, Revue für Postheroisches Management, 4, 106-115

.

Für die Profis unter uns:

(1)   „Nicht das Geringste” ist nicht ganz richtig: Schönere Menschen haben weniger Schönen gegenüber in manchen Bereichen tatsächlich etwas voraus - etwa bei den „sozialen Fähigkeiten” wie Offenheit und Einfühlungsvermögen. Der Zusammenhang ist jedoch recht schwach und betrifft in der Regel nur den unteren Bereich der Attraktivitätsskala. Das Thema wird uns noch beschäftigen… An der Tatsache, dass die stereotype Zuordnung von schön und gut in aller Regel falsch ist und damit ungerecht, ändert es nichts.

.

Für alle, die es ganz genau wissen müssen - zitierte Primärliteratur:

Ahearne, M, Gruen, T & Jarvis, C (1999): If Looks Could Sell: Moderation and Mediation of the Attractiveness Effect on Salesperson Performance. International Journal of Research in Marketing (16), 269-284

Andreoni, J & Petrie, R (2004): Beauty, Gender and Stereotypes: Evidence from Laboratory Experiments. Journal of Economic Psychology, 29(1), 73-93

Averett, S & Korenman, S (1996): The Economic Reality of The Beauty Myth, Journal of Human Resources, 31, 2, 304-330

Bar, M, Neta, M & Linz, H (2006): Very first impressions. Emotion, 6(2), 269- 278

Becker, G (1957): The Economics of Discrimination, Chicago University Press, Chicago

Belot, M, Bhaskar, V & Van de Ven, J (2007): Insidious Discrimination? Disentangling the Beauty Premium on a Game Show(April 2007). CEPR Discussion Paper No. 6276.

Biddle, JE, & Hamermesh, DS (1998): Beauty, productivity, and discrimination: Lawyers’ looks and lucre. Journal of Labor Economics, 16, 172-201

Caballero, MJ & Pride, WM (1984): Selected Effects of Salesperson Sex and Attractiveness in Direct Mail Advertisements. Journal of Marketing, 48, 94-100

Cipriani, G & Zago, A (2005): Productivity or Discrimination? Beauty and the Exams. Paper provided by Università di Verona, Dipartimento di Scienze economiche in its series Working Papers with number 18.

Chaiken, S (1979): Communicator Physical Attractiveness and Persuasion. Journal of Personality and Social Psychology, 37, 1387-1397

Chiu, R & Babcock, R (2002): The relative importance of facial attractiveness and gender in Hong Kong selection decisions. International Journal of Human Resource Management, 13(1): 1-14.

Dabbs, JM & Stokes, NA (1975): Beauty Is Power: The Use Of Space On The Sidewalk, Sociometry, Vol. 38, No. 4, pp 551-557, nach: Daamen, W, & Hoogendoorn, SP (2003): Experimental research on pedestrian walking behavior. In: Transportation Research Board annual meeting, Washington DC: National Academy Press, 1-16

Dannenmaier, WD & Thumin, FJ (1964): Authority status as a factor in perceptual distortion of size. Journal of Social Psychology, 63, 361-365

Debono, KG & Harnish, RJ (1988): Source expertise, source attractiveness, and the processing of persuasive information-a functional approach. J. Pers. Soc. Psych. 55: 541-546.

DeShields, OW, Kara, A & Kaynak, E (1996): Source effects in purchase decisions: the impact of physical attractiveness and accent of salespersons. International Journal of Research in Marketing, 13(1), 89-101

Dickey-Bryant, L et al. (1986): Facial attractiveness and its relation to occupational success. J. Appl. Psychol. 71: 16-19

Dipboye, RL et al. (1977): Sex and physical attractiveness of raters and applicants as determinants of resume credentials. J. App. Soc. Psych. 62: 288-294.

Dommeyer, CJ & Ruggiero, LA (1996): The Effects of a Photograph on Mail Survey Response. Marketing Bulletin, 7, 51-57

Downs, AC, & Lyons, PM. (1991): Natural observances of the links between attractiveness and initial legal judgements. Personality and Social Psychology, 10, 418-421

Eckel, C. (2007). People playing games: The human face of experimental economics . Southern Economic Journal, 73, 841-857

Eckel, C and Wilson, R (2004): Attractiveness and Trust: Does Beauty Confound Intuition? Department of Economics, Virginia Tech, Revised, March, 2005.

Frieze, IH, Olson, JE & Russel J (1991) Attractiveness and income for men and women in management. Journal of Applied Social Psychology, 21, 1039-1057

Hamermesh, DS & Parker, AM (2003). Beauty in the Classroom: Professors’ Pulchritude and Putative Pedagogical Productivity. NBER Working Papers, 9853.

Hamermesh, DS & Biddle, JE (1994): Beauty and the labor market. American Economic Review, 84(5), 1174-1194.

Hamermesh, DS, Meng, X & Zhan, J (2002): Dress for Success - Does Primping Pay? Labour Economics 9:361-373.

Harper, B (2000): Beauty, Stature and the Labour Market: A British Cohort Study, Oxford Bulletin of Economics and Statistics, 62(s1): 771-800

Harris, JR (2002). Ist Erziehung sinnlos? Warum Kinder so werden, wie sie sind. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt

Heilman, ME & Stopeck, MH (1985a): Being attractive, advantage or disadvantage? Organizational Behavior and Human Performance, 35, 202-215.

Heilmann, ME & Stopeck, MH (1985b): Attractiveness and corporate success: different casual attributions for males and females. J. App. Psych. 70: 379-388

Heilmann, M & Saruwatari, L (1979). When Beauty Is Beastly: The Effects of Appearance and Sex on Evaluation of Job Applicants for Managerial and Nonmanagerial Jobs. Organizational Behavior and Human Performance, 23, 360­372.

Heineck, G (2005): Up in the Skies? The Relationship between Body Height and Earnings in Germany. LABOUR, 19 (3), 469-489.

Henss, R (2001): Social perceptions of male pattern baldness. A review. Psychosomatics & Dermatology, 2, 63-71

Hönekopp, J. (2006): Once more: is beauty in the eye of the beholder? Relative contributions of private and shared taste to judgments of facial attractiveness. Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance,32, 199-209

Horai, J, Naccari, N & Fatoullah, E (1974): The effects of expertise and physical attractiveness upon opinion agreement and liking. Sociometry, 37, 601-606

Hosoda, M, Stone-Romero, EF & Coats, G (2003). The effects of physical attractiveness on job-related outcomes: a meta-analysis of experimental studies. Personnel Psychology, 56 (2), 431-462

Jackson, LA (1983): Gender, physical attractiveness, and sex roles in occupational treatment discrimination: the influence of trait and role assumptions. J. App. Soc. Psych., 13, 5, 443-458

Judge, TA & Cable, DM (2004): The effect of physical height on workplace success and income: Preliminary test of a theoretical model. Journal of Applied Psychology, 89, 428-441

Kahn, A, Hottes, J & Davis, W (1971): Cooperation and Optimal Responding in the Prisoner’s Dilemma Game: Effects of Sex and Physical Attractiveness, Journal of Personality and Social Psychology 17(3), 267-279.

Kalick, SM (1988). Physical attractiveness as a status cue. Journal of Experimental Social Psychology, 24, 469-489

Klein & Rosar (2006): Das Auge hört mit! Zeitschrift für SSoziologie 35: 305-316

Krebs, D & Adinolfi, AA (1975). Physical attractiveness, social relations, and personality style. Journal of Personality and Social Psychology, 31, 245-253

Landry, C, Lange, A, List, J, Price, M & Rupp, N (2006): Toward an Understanding of the Economics of Charity: Evidence from a Field Experiment. Quarterly Journal of Economics 121(2), 747-782

Langlois, JH, Kalakanis, L, Rubenstein, AJ, Larson, A, Hallam, M & Smoot, M (2000): Maxims or myths of beauty? A meta-analytic and theoretical review. Psychological Bulletin, 126, 390-423

Leigh, A & Borland, J (2007): Unpacking the Beauty Premium: Is it looks or Ego?, mimeo

Lempert, D (2007): Women’s Increasing Wage Penalties from Being Overweight and Obese, Working Papers 414, U.S. Bureau of Labor Statistics

Marlowe, CM et al. (1996). Gender and attractiveness biases in hiring decisions: Are more experienced managers less biased? J. App. Psych. 81: 11-21

Mobius, M., & Rosenblat, T. (2006): Why beauty matters. American Economic Review, 96(1), 222-235.

Mulford, M, Orbell, J, Shatto, C, & Stockard, J (1998): Physical attractiveness, opportunity, and success in everyday exchange. American Journal of Sociology, 103(6), 1565-1592

Pallak, SR 1983: Salience of a communicators physical attractiveness and persuasion: a heuristic versus systematic processing interpretation. Social Cognition 2: 158-170. 21

Persico, NA, Postlewaite & Silverman, D (2004): The Effect of Adolescent Experience on Labor Market Outcomes: The Case of Height, Journal of Political Economy 112, 1019-1053

Pfann, GA, Biddle, JE, Hamermesh, DS & Bosman, CM (2000). Business Success and Businesses’ Beauty Capital. Economics Letters, 67(2), 201-207.

Ramsey, JL, & Langlois, JH (2002): Effects of the “beauty is good” stereotype on children’s information processing. Journal of Experimental Child Psychology, 81, 320-340

Ravina, E. (2008): Love and Loans: the Effect of Beauty and Personal Charachteristics in Credit Markets, Working paper, New York University

Reingen, P & Kernan, JB (1993): Social Perception and Interpersonal Influence: Some Consequences of the Physical Attractiveness Stereotype in a Personal Selling Setting. Journal of Consumer Psychology, 2, 25-38.

Rennenkampff, Anke von (2004) Aktivierung und Auswirkungen geschlechtsstereotyper Wahrnehmung von Führungskompetenz im Bewerbungskontext Dissertation

Rosenblat, T (2008): The Beauty Premium: Physical Attractiveness and Gender in Dictator Games, Negotiation Journal, 24, 4, 465-481

Rost, D (1993). Attraktive Grundschulkinder. In: Hassebrauck, M & Niketta, R (Hrsg., 1993). Physische Attraktivität. Göttingen: Hogrefe, 271- 306

Roszell, P, Kennedy, D & Grabb, E (1989). Physical attractiveness and income attainment among Canadians. Journal of Psychology, 123, 547-559

Sanhueza, C, Bravo, R & Giusti, O (2008): Belleza y su Efecto en el Mercado Laboral: Evidencia para Chile. Documento de Trabajo N° 204. Departamento de Economía, Univesidad ILADES Georgetown.

Sargent, J & Blanchflower, D (1994): Obesity and stature in adolescence and earnings in young adulthood. Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine, 148: 681-687

Senior, C, Thomson, K, Badger, J, Butler, M (2007): Interviewing strategies in the face of beauty : A psychophysiological investigation into the job negotiation process, Ann N Y Acad Sci, 1118:142-62.

Senior, C (2003): Beauty in the brain of the beholder. Neuron 38: 525-528

Shahani-Denning Comila (2003): Physical Attractiveness Bias in Hiring: What is Beautiful is good. Hofstra University Press.

Solnick, S, & Schweitzer, M (1999): The influence of physical appearance and gender on ultimatum game decisions. Organizational Behavior and Human Decision Processes, 79(3), 199-215.

Stevenage, SV & McKay, Y (1999): Model applicants: the effect of facial appearance on recruitment decisions. British Journal of Psychology, 90, (2), 221-234

Todorov, A & Engell, A (in press): The role of the amygdala in implicit evaluation of emotionally neutral faces. Social, Cognitive, & Affective Neuroscience

Todorov, A (2008): Evaluating faces on trustworthiness: An extension of systems for recognition of emotions signaling approach/avoidance behaviors. In: The Year in Cognitive Neuroscience 2008, Annals of the New York Academy of Sciences. - Kingstone A, Miller M, eds. (2008) 1124:208-24

Todorov, A & Duchaine, B (in press): Reading trustworthiness in faces without recognizing faces. Cognitive Neuropsychology

Todorov A, Baron SG, Oosterhof NN (In press): Evaluating face trustworthiness: a model based approach. Social, Cognitive, & Affective Neuroscience [Epub ahead of print; doi:10.1093/scan/nsn009].

Viner RM & Cole TJ (2005): Adult socioeconomic, educational, social, and psychological outcomes of childhood obesity: a national birth cohort study. BMJ, 330, 1354.

Watkins, LM & Johnston, L (2000): Screening job applicants: the impact of physical attractiveness and application quality. I.J. Select. Assess. 8: 76-84

Webster, M & Driskell, JE (1983): Beauty as Status. American Journal of Sociology, 89, 140-165

Willis J. & Todorov A. (2006): First impressions: Making up your mind after 100 ms exposure to a face. Psychological Science, 17, 592-598

Wilson, R & Eckel, C (2006): Judging a book by its cover: Beauty and expectations in the trust game. Political Research Quarterly, 59(2), 189-202

Wilson, PR (1968): Perceptual distortion of height as a function of ascribed academic status. Journal of Social Psychology, 74, 97-102

Winston, JS et al. (2007): Brain systems for assessing facial attractiveness. Neuropsychologia 45: 195-206

Young, JW (1980). The effects of perceived physician competence on patients’ symptom disclosure to male and female physicians. Journal of Behavioral Medicine, 3, 279-290

Zebrowitz, LA & Rhodes, G (2004): Sensitivity to bad genes and the anomalous face overgeneralization effect: Cue validity, cue utilization, and accuracy in judging intelligence and health. Journal of Nonoverbal Behavior, 28, 167-185

Zuckerman, M & Driver, R (1989). What sounds beautiful is good: The vocal attractiveness stereotype. Journal of Nonverbal Behavior, 13, 67-82.

Zuckerman, M, Hodgins, H & Miyake, K (1990). The vocal attractiveness stereotype: replication and elaboration. Journal of Nonverbal Behavior, 14, 97-112

.